Handkäs mit Musik: Die Pinuts-Office-Playlisten

Was wird nicht alles über Software-Entwickler kolportiert: Kellerblass hängen sie angeblich noch mit Mitte vierzig im Kinderzimmer rum, spielen Multiplayer-Online-Spiele, schießen mit Nerf-Guns durch die Gegend, machen Nerd-Witze, die keiner versteht...

Und was denken die "Leute da draußen" eigentlich über Online Marketer? Vielleicht, dass die, ausgestattet mit 19"-Kristallkugeln und mächtigen Zauberwörtern dunkle Magie walten lassen, um ihr Wissen zu mehren und die Mitmenschen erbarmungslos zu manipulieren suchen...

Nun.

Das stimmt. Zumindest Beinahe.

Bei uns haben die Developer/innen Tageslicht, sie sind unbewaffnet und manchmal kann man sie sprechen hören. Die Online-Marketer wiederum haben außer derben Flüchen keine Zauberwörter drauf, worüber sie allerdings tatsächlich ein wenig traurig sind.

Tatsache: Bei Pinuts arbeiten weder Vollnerds (okay, das ist gelogen) noch Meister der dunklen Magie. Unsere Zauberkräfte ziehen wir alle aus himmlischen Klängen, die wir hier  per Spotify-Playlist  auch mit Ihnen teilen.

Für Handkäs mit Musik schleichen wir durch die Pinuts-Abteilungen und notieren fleißig, was bei den Web-Developern, System-Integratoren, UX-Designern, Projekt Managern und im Office Management unter den Kopfhörern abgeht, um eine schaurig-schräge Pinuts-Playlist zu kompilieren. Die Playlisten werden unregelmäßig aktualisiert.

Projektleiter/Consultants

Fabian sorgt als Projektleiter für die reibungslose Kommunikation zwischen Agentur und Kunden und betreut Projekte von der Konzeption bis zur Abnahme. Am liebsten lässt er sich dabei von Daft Punk, Jamiroquai und Philipp E Morris begleiten.

Götz hält die Erinnerung an Falco mit Helden von Heute aufrecht. Wenn ein Kundentermin doch nervig und anstrengend wird, muss das mit Straßenjungs' Ich brauch meinen Suff und dem Faithless Club-Klassiker Insomnia gekontert werden.

Developer

Während Katrin die Auffassung vertritt, zum Programmieren passe generell "Geplätscher ohne Text" - also "Musik, bei der man sich konzentrieren kann" oder aber "das Gegenteil zum Pushen": Beastie Boys, Rage Against the Machine oder die Chemical Brothers laufen bei ihr neben den OST von Matrix und Tron. Und VonWegenLisbeth. Mit Florian teilt sie sich die Vorliebe zu den Soundtracks. Florian stellt noch die Carbon Based Lifeforms hinzu.

Raimund, Head of Development, sagt, dass Programmiermusik für ihn "reich", möglichst ohne Text und gern abseits des 4/4-Taktes sein sollte. Medeski, Martin und Wood mit Bubblehouse beispielsweise. Wenn es ihn nicht doch, wie so oft, zu Tubular Bells zurück zieht. Für "kribbeliges Old-School-Feeling muss es dann aber Future Crew sein oder auch Music for the Jilted Generation.

System Integration

Wenn man Timo, unseren Head of System Integration, zu seiner liebsten Programmiermusik befragt, gerät er sofort ins Schwärmen:

Cybordelics: "Für mich ist das das typische Programmierlied; das Lied selbst fühlt sich fast an wie wenn es ein Computer komponiert hätte, wäre da nicht eine gewisse rhythmische Rafinesse. Der Song ist auf den ersten Blick recht eintönig, aber gleichzeitig treibend, das macht es zu dem idealen Soundtrack um nebenher zu programmieren." Zu Steven Wilsons Watchmaker: "Das ist mehr so ein thematisches Ding: ein Uhrmacher muss auch höchst konzentriert an feinen Details schrauben. Wie eben auch ein Programmierer. Und wie der Uhrmacher im Song, tendieren manche Programmierer (laut Klischee) dazu, ihr echtes Leben etwas auf der Strecke zu lassen und nur für die Arbeit zu leben." Und was hat es mit Alban Berg auf sich? - "Aus irgendwelchen Gründen, an die ich mich absolut nicht erinnern kann, habe ich das Stück immer gehört, wenn ich “Lemmings” am Computer gehört habe. Immer wieder, die ganze Zeit. Wenn ich Screenshots von Lemmings sehe, läuft im Kopf sofort das Stück. Umgekehrt, wenn ich das Stück höre, muss ich an Lemmings denken."


Oliver, Senior System Integrator, empfiehlt Konzentrations-Playlisten von Spotify, falls es stressig wird. Oder das Gegenteil: "Death Metal oder Metalcore, voll in die Fresse und sehr laut." The Funeral von der Band of Horses unterlegt durch sein Dahingleiten Reisesituationen: "perfekt, wenn man auf Reisen ist, egal ob im Zug, auf dem Fahrrad oder beim nächtlichen Landeanflug auf den funkelnden Flughafen, wenn es nach einem Termin wieder zurück nach Berlin geht."

Matthias, Online Marketing:

Matthias: 
Meine Arbeits-Playlist muss meist eine Mischung aus ganz neuen Releases, eingängigen Radiohits und persönlichen Klassikern sein. Morgens muss die Musik aktivierend wirken (wachmachen), mittags eher mellow und am Nachmittag treibend: Road-Trip-Musik.

No Roots von Alice Merton, Motion Sickness von Hot Chip oder Lights Out von Royal Blood passen zum ersten Kaffee. Mittags dürfen die Grandbrothers ran, oder, je nach Stimmungslage die Schmidts. Die Dämmerung wird dann eher von getragenen Songs unterstützt: Alice in Chains, die Intergalactic Lovers oder die für mich nicht tot-zu-hörenden Pink Floyd.

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