Studie: Wie gut sind Websites "made in Germany"?

Cover vom "Branchenreport Industrie 2014"

Mit dieser Frage beschäftigt sich der "Branchenreport Industrie 2014 - Websites deutscher Industrieunternehmen auf dem Prüfstand". In einer ausführlichen Analyse wurden die Online-Auftritte zahlreicher Unternehmen untersucht und anhand von 69 Prüfkriterien bewertet. Die überraschenden Ergebnisse lesen Sie in diesem Beitrag.

Um einen gelungenen Auftritt im Internet zu bieten, sind heute eine Reihe von hohen Anforderungen zu erfüllen. Gerade große Unternehmen sehen sich mit immensen Erwartungen an Ihre Webpräsenz konfrontiert. Die technische Basis muss stimmen, die Website sollte von allen Geräten erreichbar und benutzerfreundlich sein, der Nutzer soll gezielt angesprochen und schnell zum gewünschten Produkt geführt werden. Um zu prüfen, wie diese Herausforderungen gemeistert werden und auf welchem Niveau sich die Webseiten deutscher Unternehmen befinden, haben wir beispielhaft die Websites von 120 marktführenden Industrieunternehmen (mittlerer Umsatz: 679 Mio. Euro) analysiert und anhand von 69 Prüfkriterien bewertet.

Die Ergebnisse sind überraschend schlecht, oft wäre ein kompletter Relaunch die einzige Lösung. Damit Sie es besser machen können, haben wir die Studienergebnisse in einem kostenlosen Branchenreport zusammengefasst und mit Praxistipps ergänzt. Aufgeteilt ist der Report in fünf zentrale Themen, die jeder bei der Websitegestaltung beachten sollte.

Diagramm: Branchenverteilung der analysierten Unternehmen
Für die Studie wurden 120 Unternehmen aus verschiedenen Branchen analysiert.

Diagramm: Werden sprechende URLs verwendet?

Technische Basis und SEO

Jede Website sollte auf einem soliden technischen Fundament stehen, um den Nutzern ein optimales Besuchserlebnis bieten zu können und in den Suchmaschinen ein gutes Ranking zu erreichen. Bei den Unternehmen in unserer Studie zeigten sich bereits bei Standardanforderungen teils gravierende Schwächen. Während sprechende URL's noch sehr weit verbreitet sind, werden darüber hinausgehende Grundlagen häufig vernachlässigt. So werden nur bei 10% regelmäßig Meta-Descriptions verfasst und lediglich 35% stellen Google eine Sitemap zur Verfügung. Überraschend ist auch, dass vier von fünf Unternehmen kein Webcontrolling nutzen, um die Performance ihrer Website bewerten zu können.

Webdesign und User Experience

Bei der Gestaltung der Onlineauftritte zeigten sich große Unterschiede zwischen den Unternehmen. Videos werden in nur sehr wenigen Fällen (5%) regelmäßig eingesetzt, immerhin 55% binden gelegentlich Bewegtbilder in ihre Website ein. Das gemischte Bild spiegelt dabei die Individualität und Struktur verschiedener Webdesigns wieder. Wichtig ist in jeden Fall, dass eine positive User Experience gegeben ist.

Diagramm: Wird Responsive Webdesign genutzt?

Mobile Optimierung

Trotz der stark wachsenden mobilen Internetnutzung (laut Statistischem Bundesamt surft mehr als die Hälfte der Internetnutzer von mobilen Geräten) sind die Websites vieler Unternehmen nicht für diesen Fall geeignet. 81% aller Seiten lassen sich auf einem Touchscreen nur eingeschränkt bedienen, eine separate mobile Website als Alternative zur Desktopvariante verwenden nur 18%. Den aktuellen (und wahrscheinlich dauerhaften) Trend des Responsive Designs haben erst 12% der untersuchten Unternehmen umgesetzt. An dieser Stelle sollten die Verantwortlichen dringend nachbessern.

Diagramm: Kann ein Newsletter bestellt werden?

Im Dialog mit den Kunden

Eigentlich sollte eine einfache Kontaktaufnahme zu Interessenten und Kunden für jedes Unternehmen höchste Priorität besitzen. Dennoch werden häufig gute Chancen auf neue Leads vernachlässigt, denn nur 6% der untersuchten Unternehmen haben konsequent Call-to-Action-Elemente auf ihrer Seite berücksichtigt, 80% nutzen sie überhaupt nicht. Auch E-Mail-Marketing und Social Media-Marketing werden selten als Kommunikationswege genutzt: Nur 22% der Unternehmen in unserer Studie versenden regelmäßig Newsletter, 43% sind bei Facebook und Co. aktiv. In der Regel werden ausschließlich die klassischen Kontaktmöglichkeiten wie Telefonnummer (86%), E-Mail-Adresse (78%) oder ein Kontaktformular (43%) auf der Website angezeigt. Bei diesem Vorgehen bleibt auch die gezielte Zielgruppenansprache häufig auf der Strecke.

Diagramm: Ist eine Onsite-Suche vorhanden?

Mit einer Onsite-Suche die relevanten Inhalte finden

Schon häufig wurde nachgewiesen, dass sich mit einer Onsite-Suche die Conversion Rate auf der eigenen Seite steigern lässt. Offensichtlich haben die Industrieunternehmen genau das erkannt, denn 85% bieten Ihren Besuchern eine Suchfunktion an. Die Möglichkeit, das klassische Suchfeld um weitere Features zu erweitern, wird hingegen selten genutzt. Zusätzliche Services wie Type-Ahead (20%) oder eine phonetische Suche (3%) sind bisher nur Randerscheinungen.

Icon Zusatz Onsite Suche

Viel Nachholbedarf bei den "Großen"

Während deutsche Industrieunternehmen mit Ihren Produkten weltweit führend sind, zeigen Sie insgesamt überraschende Schwächen bei der Gestaltung ihrer eigenen Online-Präsenzen und lassen wichtige Chancen zur Kundengewinnung und -bindung ungenutzt. Zweifellos müssen große Unternehmen nicht jeden Webtrend berücksichtigen, aber die Qualität zahlreicher Internetauftritte ist enttäuschend.

Unsere Studie beinhaltet nicht nur Analysen, sondern auch eine Checkliste zur Einordnung des Onlineautritts und hilfreiche Praxistipps zur Optimierung. Der "Branchenreport Industrie 2014" steht für Sie zum kostenlosen Download bereit.

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Branchenreport Industrie 2014

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Erfahren Sie im ausführlichen Branchenreport unter anderem,

  • welche SEO-Kriterien wichtig sind.
  • wie gut Onsite-Suche Elemente integriert sind.
  • welche Social Media Kanäle genutzt werden.

Der Branchenreport Industrie 2014 zum Download

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