Was Litmus anhand von 1,2 Mio. Newslettern fürs E-Mail Marketing in Deutschland herausgefunden hat

Litmus Logo, Briefumschlag

In regelmäßigen Abständen veröffentlicht die amerikanische Agentur Litmus, welche weltweit über 100.000 Kunden betreut, ihre sehr fundierten Studien zum Thema E-Mail Marketing. Nun wurde erstmals auch das Verhalten von Newsletter-Empfängern in Deutschland genauer unter die Lupe genommen. Ganze 1,2 Millionen Nachrichten wurden untersucht und statistisch ausgewertet. Die Ergebnisse bringen zahlreiche Erkenntnisse für die eigene Arbeit; hier kommen die besten Tipps und Trends fürs E-Mail Marketing in Deutschland.

Die wichtigsten Zahlen aus Deutschland

Die Anbieter GMX und WEB.DE teilen sich 54% des deutschen E-Mail Marktes zu fast gleichen Teilen. Deswegen liegt der Augenmerk des neuesten Litmus-Reports ganz auf den beiden Providern, die als Basis für allgemeine Rückschlüsse zum Nutzerverhalten in Deutschland ziehen. Das sollte jeder Online-Marketer für das E-Mail Marketing wissen:

  • Die mobile Nutzung steigt auch in Deutschland kontinuierlich, so öffnen bereits 39% der GMX-Kunden ihre Mails unterwegs, bei WEB.DE-Kunden sind es immerhin 26%.
  • Apple-Produkte sind weiterhin unangefochten an der Spitze: Sie machen rund 80% der mobilen Öffnungen aus.
  • Wenn Deutsche Ihre Mails am PC öffnen, nutzen sie vor allem Ihren Browser: Sind es bei GMX-Kunden "nur" 38%, öffnen erstaunliche 61% der WEB.DE-Nutzer Ihre Mails auf diesem Weg.
  • Die Öffnungen, die via Desktop-Anwendungen geschehen sind mit 23% (GXM) und 13% (WEB.DE) recht überschaubar.
  • Apple-Mail ist auch bei den Desktop-Öffnungen vorne dabei und macht bei GMX 38% und bei WEB.DE sogar 46% aus.
GXM und WEB.DE Öffnungen Litmus 2015
39% der GXM-Kunden öffnen Ihre Mails auf einem mobilen Endgerät, 61% der WEB.DE-Nutzern bevorzugen die Browseransicht. (Screenshot: Litmus)

Die wichtigsten Schlussfolgerungen

Unternehmen, welche noch einen Newsletter ohne eine mobile Optimierung versenden, müssen jetzt dringend handeln. Ansonsten droht eine hohe Abmeldezahl und Kundenunzufriedenheit. Wenn Sie Vorschautests mit Ihrem Newsletter durchführen, sollten diese unbedingt auch auf Apple-Diensten stattfinden.

Achten Sie außerdem auf die Ansicht in den anbietereigenen Webmail-Diensten. Noch mehr Tipps zur gezielten Optimierung für GMX und WEB.DE erhalten Sie hier.

Lohnt sich E-Mail-Marketing auch 2016 noch?

Die gute Nachricht zuerst: Das E-Mail Marketing ist erfolgreicher als je zuvor. So stellt Litmus einen Return on Investment von 38:1 fest, also für jeden investierten Euro erhalten Sie 38x so viel zurück. Das ist der höchste ROI aller Marketing-Kanäle.

Dies liegt sicherlich auch daran, dass die Kunden sich eine Kommunikation via E-Mail wünschen. Laut Litmus bevorzugen 72% den Kommunikationsweg über das Online Postfach. Überwiegende 70% der Kunden glauben, dass E-Mail auch noch die nächsten zehn Jahre bestehen wird und 47% glauben sogar, dass der ROI in den nächsten fünf Jahren noch gesteigert wird.

Nun gab es aber auch im Jahr 2015 zahlreiche Neuerungen und Trends im E-Mail-Marketing. Wir haben Ihnen die wichtigsten vier Erkenntnisse aus dem umfangreichen "State of Email"-Report zusammengefasst:

iOS 9 ist auf dem Markt

Im September 2015 veröffentlichte Apple die neuste Version ihres Betriebssystems: So kann der Nutzer nun mit einer "Peeks and Pops"-Funktion eine Vorschau einer Mail öffnen, ohne die Nachricht tatsächlich anzuwählen. Da aber Bilder automatisch geladen werden, zählt für das Tracking auch ein Peek als Öffnung. Deswegen lohnt es sich auszuwerten, wie lange Ihre Empfänger eine Nachricht offen hatten.

Auf der neusten Apple Keynote am 22. März 2016 wurde das iOs 9.3 vorgestellt, doch das Update bringt keine weiteren Neuerungen für den E-Mail Posteingang.

Öffnungsraten werden ansteigen

Nachdem seit letztem Jahr Gmail Bilder in Nachrichten automatisch lädt, zieht Outlook (zumindest in der App) jetzt nach. Somit werden in der neuen Outlook App alle Bilder, also auch das Trackingpixel per default geladen, was die Öffnungsraten in die Höhe schießen lassen wird. Da auch iOS mit seiner Peek-Funktion die Bilder automatisch lädt, ist der Einfluss auf die Öffnungsraten nicht zu unterschätzen. Entsprechend sollten dieser E-Mail-Marketing Trend im Controlling berücksichtigt werden.

Übrigens: Das klassische Outlook 2016 lädt die Bilder weiterhin nicht automatisch nach, weshalb die Pflege von sinnvollen ALT-Tags auf keinen Fall vernachlässigt werden darf. Falls Sie mit GIFs arbeiten, so bedenken Sie, dass diese auch im neuen Outlook nur als statisches Bild dargestellt werden.

Risiko durch Block-Optionen von Gmail

Gmail kommt bei den verwendeten Clients fürs das Lesen von E-Mails auf Platz zwei: 15% aller Nachrichten gehen an Nutzer dieses Dienstes. Daher ist die neue Block-Option für Desktop und Android-App User nichts, was man ignorieren sollte: Sie bietet den Empfängern fünf Möglichkeiten, eine Nachricht mit nur einem Klick einzuordnen.

Die Nachricht kann einfach gelöscht werden, man kann sich automatisch Abmelden lassen oder den Absender blockieren. Außerdem kann die E-Mail mit einem Klick als Spam oder sogar als Betrugsversuch gemeldet werden. Damit die Empfänger Ihre Adresse nicht blockieren, sollte der Abmelde-Link einfach zu finden sein. Fehlt der Link, laufen Sie Gefahr, als Spam oder sogar Phishing gemeldet zu werden.

Auch weltweit gilt: Mobile Nutzung baut Vorsprung weiter aus

Der Trend zur mobilen Nutzung hält wie erwartet weiter an: Inzwischen werden weltweit 55% der Nachrichten auf mobilen Endgeräten geöffnet. Außerdem überholt die Webmail-Nutzung (26%) weltweit zum ersten Mal seit 2011 die Desktop-Nutzung (19%). Somit decken sich die weltweiten Entwicklungen ungefähr mit denen des E-Mail-Marketings in Deutschland.

Entwicklung Desktop, Webmail und Mobile Öffnungen Litmus
Die Entwicklung zeigt klar das Wachstum der mobilen Öffnungen, Desktop-Clients werden immer seltener genutzt. (Screenshot: Litmus)

Fazit: Darstellungstests sind unverzichtbar

Mit jedem Jahr kommen neue Programme zur Öffnung von E-Mails hinzu, neue Versionen werden herausgegeben und Apps entstehen. Deshalb ist es auch im 2016 unumgänglich, eigene Mails und Newsletter zu testen.

Unser Partner Litmus stellt dafür eine Lösung zu Verfügung, welche über die Darstellung in über 40 Mail-Anbieter testet. Um den Test und den Versand in einem Programm zu ermöglichen, bietet der Universal Messenger eine Litmus-Schnittstelle, die Ihnen eine Vorschau Ihrer Newsletter in den wichtigsten Clients schnell und zuverlässig liefert.

Litmus Vorschau E-Mail Clients
Die Litmus Vorschau zeigt Ihnen Ihren Newsletter in allen gängigen Clients an. Somit lässt sich das Design mühelos überprüfen. (Screenshot: Litmus)

Jetzt sind Sie an der Reihe!

Teaser Checkliste Newsletter Optimierung

Trotz der neuesten Erkenntnisse von Litmus werden immer noch viele unnötige Fehler im Newsletter-Marketing gemacht. Mit unserer Checkliste wird Ihnen das nicht passieren.

Darin erfahren Sie auf einen Blick,

  • wie Sie häufige Fehlerquellen vermeiden.
  • was exzellente Newsletter auszeichnet.
  • wie Sie Klick- und Öffnungsraten erhöhen.

Hier geht es zur Checkliste

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