Mobility as a Service - Der intelligente Reiseassistent in MUC

Ein in der letzten Zeit immer stärker in den Fokus rückendes Thema ist Mobility as a Service. Der Suffix "as a Service" bezeichnet dabei den aktuellsten Ansatz der modernen Digitalökonomie: Waren und Dienstleistungen werden durch den Service an sich ersetzt. Dies erlaubt nicht nur mittlerweile etablierten Shareconomy-Anbietern wie Car2Go oder DriveNow, attraktive Services anzubieten.

Andere Player können durch die zunehmende Vernetzung dem Mobilitätswunsch der Menschen entsprechen. Der Flughafen München beispielsweise schuf mit dem Reiseassistenten eine intuitiv bedienbare Plattform für die Planung der Anreise – von der Haustür bis zum Gate.

Wir haben mit Moritz Müller, Innovation Manager im Corporate Development der Flughafen München GmbH über das Projekt gesprochen. Pinuts war mit der Umsetzung des Services im Frontend betraut.

Moritz, was sind die Hauptfeatures des Reiseassistenten des Flughafens? Kannst Du den Lesern kurz erläutern, worum es insgesamt geht und an welche Zielgruppe sich der Service richtet?

Moritz: Der digitale Reiseassistent ermöglicht es jedem Nutzer seine An- oder Abfahrt zum bzw. vom Flughafen München optimal zu planen. Hierbei kann man nicht einfach nur eine Start- und Zieladresse verwenden, sondern die Route an seine Flugnummer koppeln und bekommt nicht nur die Fahrtzeit zum Flughafen berechnet, sondern auch die durchschnittlichen Wegezeiten inklusive der durchschnittlichen Wartezeiten an Kontrollstellen angezeigt.

Die Zielgruppe sind alle Menschen, die zum Flughafen München kommen oder vom Flughafen München wegfahren möchten. Wir bieten für alle, die aus dem MVV-Gebiet kommen oder in dieses reisen möchten – sei es für einen Geschäftstermin oder einen Familienbesuch  die Möglichkeit sich über Routen mit dem öffentlichen Verkehr zu informieren. Zusätzlich decken wir das gesamte Geschäftsgebiet der Carsharing-Anbieter car2go und DriveNow ab und darüber hinaus noch Taxi oder den privaten PKW als Mobilitätslösung. Welche am Ende gewählt wird, kann sich jeder Nutzer dann selbst überlegen.

Flughafen München - Reiseassistent

Pinuts war mit der Frontend-Entwicklung des Reiseassistenten auf der Webseite des Flughafen München betraut. In unserem Referenzen-Bereich stellen wir das Projekt ausführlich vor.

Zur Projektvorstellung

Oft wird missverstandene Digitalisierung kritisiert. Ihr habt hingegen sogar ganz vorne angefangen: Bei der genaueren Erfassung der Zielgruppe habt ihr auf die Crowd gesetzt, richtig? Welchen Anteil hatte denn eure Crowd Innovation Plattform InnovationPilot? Hatten die Vorschläge zur Navigation im Flughafen eher Inspirationscharakter oder wurde etwas davon umgesetzt?

Moritz: 
Der InnovationPilot hat zumindest das Bedürfnis seitens unserer Passagiere, Besucher und Meet & Greeter nach mehr Klarheit und Planungssicherheit auf dem Weg zum Flughafen München oder auf dem Weg vom Flughafen München aufgezeigt. 

Pinuts:
Welches waren die größten Herausforderungen in diesem Mobility as a Service Projekt?

Moritz:
Mit die größte Herausforderung war und ist es, dem Kunden ein intuitives, leicht verständliches Tool zu bieten, welches aber die teilweise komplexen Angebote an Mobilität abdeckt und zudem verlässliche Ergebnisse liefert, die dem Kunden einen Mehrwert bieten.

Pinuts:
Dass aus der ganzen, guten Idee eine umfassende Challenge wird, ist klar ... konkreter: Welche Projekt-Phasen liefen besonders gut? Und welche Punkte waren für Zähneknirschen gut? Web-Projekte dieser Komplexität sind nicht ganz einfach zu koordinieren. Wie liefen die Kooperationen mit Partnern und Agenturen?

Moritz:
Vor allem der Go-Live des MVPs [Minimum Viable Product, Anm. d. Red.] auf der Homepage war für mich ein spannender Punkt. Das finale Produkt funktionierend und aktiv zu erleben ist immer spannend, vor allem wenn man danach vor allem positives Feedback von den Nutzern erfährt. 
Zähneknirschen gab's kaum. Natürlich ist es nicht immer leicht, zwischen Nutzeranforderung und technischen Details zu übersetzen. Das was am Ende herauskommt, zeigt einem schnell ob man sich verstanden hat oder nicht – im Falle des digitalen Reiseassistenten ist uns das gut gelungen!

Pinuts:
Warum bietet der Franz Josef Strauß Flughafen München einen solchen Reiseassistenten überhaupt an? Mit GoEuro, Qixxit und Google Maps / Google Flights hab ich doch schon gute Webhilfen zur Verfügung ... oder?

Moritz:
Kein anderer Anbieter außer dem Flughafen München kann die so genannte „letzte Meile“ abdecken, da nur wir hierfür die Daten haben. Sprich: Der Weg von meinem Ankunftspunkt am Flughafen bis hin zum richtigen Gate und vor allem die Zeit, die ich für diesen Weg inklusive der Kontrollen benötige. Aber wie bei vielen anderen Dingen auch ist für den Kunden gerade die letzte Meile das Entscheidende. Hier können wir im Vergleich zu Google Maps und co. einen klaren Mehrwert liefern.

Ramontisch: "Franz Josef Strauß" in der Dämmerung (Foto: Flughafen München GmbH)

Pinuts:
Es wird also auch eine App geben?

Moritz:
Der digitale Reiseassistent wird in unsere flughafenübergreifende Passngr App integriert und hier noch viel mehr Potential ausschöpfen können. Auch auf der Website wird es natürlich noch Verbesserungen und Weiterentwicklungen geben.

Pinuts:
Und ... wo geht die Reise dann noch hin?

Moritz:
Spannend wird es sein, wenn wir weitere Städte und die Mobilität vor Ort anbinden werden und das Ganze noch mit Wegezeiten an den dortigen Flughäfen paaren. Dann können wir einen Tür-zu-Tür Weg anbieten, den so aktuell kein Anbieter auf dem Markt bieten kann.

Pinuts:
Wo glaubst Du, ist das Limit? Wovon träumst Du auf Langstreckenflügen?

Moritz:
Das All-In-One Ticket wird wohl sehr wahrscheinlich erst einmal ein Traum bleiben. Dass man also praktisch über den digitalen Reiseassistenten seine Reise von Tür zu Tür inklusive ÖPNV- oder Taxifahrten, mit Car Sharing und natürlich den Hin- und Rückflügen plant und alles zusammen kauft und in einem Ticket auf seinem Smartphone mit sich trägt.

Pinuts:
Danke für das Gespräch!

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