dmexco 2017 – Die Trends und Themen der Digitalmesse

Auch im September 2017 besuchten die Experten von Pinuts wieder das „Schaulaufen der Branche“, die dmexco in Köln.

Das Event – halb Messe, halb Konferenz – sorgte im Vorfeld für einige Irritation: Neben der etwas chaotischen Ticket-Politik der Veranstalter waren Absagen einiger prominenter Aussteller und schließlich das durch die AirBerlin-Insolvenz befeuerte Anreise-Chaos für etwas verhaltene Erwartungen der Messebesucher und -aussteller verantwortlich.

Pinuts: Die B2B-, Relaunch- und Customer Experience-Experten auf der Dmexco 2017
Fotogen: Die B2B-, Relaunch- und Customer Experience-Experten von Pinuts mit Bodenhaftung in der Airport-Lounge von e-Spirit - Motto: Destination Innovation

Im Nachhinein konnten sich die Befürchtungen als nichtig erweisen: Die Hallen waren so voll wie in den Jahren zuvor. Auch am Pinuts-Stand traf reges Interesse auf unsere Lösungen in puncto Website-Personalisierung, Marketing Automation, Realtime Targeting und CXM.

Auch unser Branchenreport 2017 [zum Download] erfreute sich einiger Popularität. Immerhin untersucht dieser über 120 Webseiten deutscher Unternehmen nach verschiedenen Kriterien und fragt - berechtigt: Ist Ihre Webseite fit für 2017?

Die anderen großen Themen des Jahres spiegeln vor allem die öffentliche Debatte wider.

Einige Trends sind mittlerweile Dauerbrenner, andere noch fragwürdig: Muss wirklich jedes Unternehmen jeden Trend mitmachen?
Als Experten insbesondere für Mittelstand, Produzierendes Gewerbe und Kommunale Dienstleister meinen wir: Nö.

Nichtsdestotrotz der Überblick über die Themen der dmexco 2017:

dmexco 2017 - Virtual Reality
Ninja bei der Arbeit: VR-Demonstration am Stand von IP Deutschland/Mediengruppe RTL

#10: Virtual Reality

Besonders in etwas schwierigeren Zeiten möchte man der Realität nicht unbedingt direkt ins Auge schauen.

Die Digitalmesse spiegelt den Trend wider: VR-Brillen sind auf der dmexco allgegenwärtig. Die Anwendungen allerdings scheinen teils an den Haaren herbeigezogen: Menüs und Unternehmensprofile, die sich per Fingerzeig aufrufen lassen, haben noch keinen echten Mehrwert.

Abgesehen vom ersten kleinen Resultat: dem durchaus unterhaltsamen Herumgehampel der bereitwillig testenden Besucher.

#9: TV: Die Rückkehr

Dass der neue Content-King „Video“ heißt, war auf der dmexco 2017 fast schon ein Randthema. Auch der Angriff durch Audioinhalte wurde eher nebenbei besprochen.

Etwas mehr als nur ein FunFact hingegen: Das TV kehrt dank digitalisierter Übertragungsinfrastruktur in den Fokus der Marketer zurück: Der Responsekanal macht Media-Value-Messungen konkret und ermöglicht die personalisierte Interaktion mit CTAs und Dialogfunktionen im TV.

Als Adressable TV bezeichnet, kann Werbung gezielter (mit geringeren zu kalkulierenden Streuverlusten) ausgerollt werden, was wiederum den Etat schont.

#8: Dialogmarketing? Chatbots & KI

Im Auftrag der möglichst perfekten Customer Experience werden vermehrt Chat-Bots ins Feld (meist rechts unten) geführt.

Während einige Anbieter eine mit WhatsApp oder dem Facebook Messenger verknüpfte Variante implementieren, stellt sich oftmals die Frage, ob der Chatbot tatsächlich und für alle ein probater Customer Touchpoint ist.

Es gilt unter anderem, die Abwägung zwischen mächtiger, selbstlernender KI und einem textbasierten Anrufbeantworter zu wagen.

Und zu fragen: Welchen Nutzen hat mein Kunde von der Interaktion mit dem Bot?

#7: Gesichtserkennung / Erkennungsalgorithmen

Data driven Marketing kann 2017 deutlich mehr auswerten, als nur die Klickpfade und Mausbewegungen der User.

Eine Handvoll Aussteller demonstrierte beispielsweise Gesichtserkennungssoftware, die – en passant – eine Beurteilung zum (biologischen) Geschlecht des Passanten, zu seiner Gemütsverfassung und seinem Alter erteilten.

Der Autor dieser Zeilen beging am zweiten Messetag den Fehler, sich das erneut anzuschauen. Und wurde prompt 6 Jahre älter geschätzt. Gemütsverfassung: ¯\_(ツ)_/¯.

Auch zu anderen Teilen der Marketing Automation werden Erkennungsalgorithmen verstärkt genutzt, beispielsweise zur Auswertung des Werbe-Werts von Display- oder Sponsoring-Werbung in Youtube- oder Live-Streaming-Übertragungen.

Der Andrang zu den dmexco-Hallen: auch 2017 ungebrochen. (Foto: dmexco)

#6: Digitale Transformation

Seit Jahren in aller Munde – auch die dmexco2017 macht da keine Ausnahme. Digitale Transformation heißt der Motto gewordene Megatrend, der Unternehmen aller Branchen und Größen betrifft und auch vor Ämtern und Behörden nicht Halt macht.

Das Schlagwort an sich sollte aber, da scheinen sich Marketer und Entwickler einig zu sein, mit spitzen Fingern angefasst werden: Nicht alle Bereiche der Wertschöpfung lassen sich digitalisieren, nicht jeder braucht alles – und am Ende zählt – und zahlt! – der Kunde.

Ob dieser alle Automatismen mitmacht, hängt vom Kunden selbst ab - und von der Kommunikation, die ihm entgegengebracht wird.

Pinuts: B2B Relaunch-Experten, denen die Kunden vertrauen

#5: Influencer-Marketing

2017 war ja wohl DAS Jahr für die Online-Marketing-Strategie mit dem mäßig lustigen Grippe-Witzchen im Namen.

Die Kurzfassung geht ungefähr so:

  1. Was ist Influencer Marketing?
  2. So geht Influencer Marketing.
  3. Der Hype ums Influencer Marketing eskaliert!
  4. So geht Influencer Marketing nicht!
  5. Influencer Marketing wird erwachsen. Und sehr wichtig.
  6. Influencer Marketing ist böse und gefährlich.
  7. Das Influencer Marketing ist kaputt.

Eine Langfassung sparen wir uns.

#4: Vertrauen in Zeiten von Adfraud, Fake News und Programmatic Advertising

Dass Video DIE Content-Form überhaupt ist, haben wir nun wirklich verstanden.

Dass Videos auch noch irgendwo ausgespielt werden müssen, dürfte auch klar sein.

Dass schließlich sowohl der Content als auch die Ausspielung von irgendwem monetarisiert werden will, gehört ebenfalls zu den Selbstverständlichkeiten des modernen Internets.

Die vielen kleinen Fallen und Fettnäpfchen zwischen Content und Monetarisierung wurden auf der dmexco 2017 nicht ganz so direkt addressiert.

Zwischen den Zeilen (zwischen den Ständen) lässt sich allerdings ein Zuwachs an Anbietern erkennen, die sich mit eben jenen Unwägbarkeiten auseinandersetzen und ihrerseits auf wachsende Märkte spekulieren: AdFraud und Mobile Fraud Detection sind Stichwörter, die einem gehäuft begegnen.

Ein anders gelagerter Fall von Vertrauensproblemen wurde Anfang 2017 von der Times aufgedeckt: So gelingt es kriminellen und terroristischen Vereinigungen über ausgespielte Video-Ads auf ihren Webseiten an Geld zu kommen. Mit anderen Worten: Den Content-Anbietern und den Publishern wird zur Last gelegt, Terrorfinanzierung durch Unachtsamkeit zu unterstützen.

Auch zweifelhafte Online-first basierte Sozialpraktiken wie Fake News und Shitstorms können Verlust von Markenvertrauen und Markenwert zur Folge haben, wenn Markenverantwortliche - auch unwissend - in die Programmatic-Fallen tappen und die Marke mit zweifelhaften Inhalten assoziiert werden.

#3: Marketing Automation

Fast alle aktuellen Trends des Online-Marketing beziehen sich auf die Automatisierung der Arbeit mit den Kundendaten, dem Kundendialog und überhaupt allen Punkten der Wertschöpfung im Digitalen.

Auch am Pinuts-Stand (zusammen mit Partner e-Spirit) wurden Lösungen für automatisiertes E-Mail-Marketing sowie Lead-Management interessierten B2B-Vertretern vorgestellt.

Auch das umfassende Marketing Automation-Tool Universal Messenger konnte in Augenschein genommen werden.

Das rege Interesse besonders im Mittelstand lässt darauf schließen, dass die sogenannte Digitalisierungs-Debatte auch hier angekommen ist. Die Online-Marketing-Experten Fabian Sander und Andreas Gromadecki sorgten hier insbesondere dafür, den Interessenten Buzzword-geschürte Sorgen zu nehmen – auf Augenhöhe und ohne allzu cooles Marketing-Sprech kann man sich schließlich auf die wirklich wichtigen Inhalte Fokussieren.

#2: Schwenk zurück: Kundenfokus

Eine Aussage, auf das sich so gut wie alle Aussteller einigen konnten: Der Kunde steht im Mittelpunkt. Alle Aktivitäten des Marketings haben sich dem unterzuordnen.

Diese Einsicht dürfte sich eigentlich spätestens seit Wal-Mart-Gründer Sam Waltons Aphorismus über die Bedeutung des Kunden für die Wirtschaft eingeprägt haben.

Dass der Kundenfokus nun wieder stärker ins Rampenlicht gerückt wird, darf insofern als Anerkennen einer digitalen Trunkenheit gesehen werden. Dass viele Marketer das Ziel (den Zweck) vor lauter Mitteln aus den Augen verloren haben dürften, gilt als Konsens.

Ob nun ein schlimmer Kater folgt, gilt abzuwarten.

#1: Smoothies und frisches Obst

Der Trend Nummer 1 auf der dmexco 2017: Smoothies (früher: Shakes) aus Obst und Gemüse. Und: Dosengurken. Lecker!

Obst: Die Energie und Vitamine für die beste Marketer-Experience

Dmexco Trend Nummer 1: Obst!

Frisches Obst für umnachtete Online-Marketer

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