Die Vorteile von Plugins am Beispiel von jRQL für OpenText

Wenn der Funktionsumfang des Content Management Systems zu gering ist oder die täglichen Aufgaben eher erschwert als vereinfacht werden, gibt es in der Regel zwei Möglichkeiten: Regelmäßiger Ärger über die aufwendige Bedienung oder eine funktionale Erweiterung über ein Plugin. Für den OpenText Management Server hat sich mit jRQL eine lizenzkostenfreie und mächtige Möglichkeit zur Entwicklung der Plugins durchgesetzt.

Grundsätzlich sind Plugins eine gute Möglichkeit, die eigenen Arbeitsabläufe zu optimieren. Mit ihrer Hilfe können mehrere Arbeitsschritte zu einem einzigen zusammengefasst werden oder umfangreiche Prozesse zur Gänze automatisiert werden, etwa beim Erstellen einer Bildergalerie.

Trotz dieser offensichtlichen Vorteile sollte vor der Umsetzung eines neuen Plugins immer die Überlegung stehen, ob sich die Automatisierung am Ende lohnt. Wird der betroffene Prozess wöchentlich oder täglich durchlaufen, ist ein Plugin durchaus sinnvoll. Anders sieht es aus, wenn nur einmal in sechs Monaten ein etwas umständlicher Arbeitsablauf notwendig wird.

jRQL: Entwickelt für die Lösung konkreter Probleme

Im Fall von Frank Leja war offensichtlich dringender Handlungsbedarf gegeben. Der Webentwickler und OpenText Management Server-Experte brachte 2004 den Stein ins Rollen und begann mit der Entwicklung von jRQL. Zur Automatisierung seiner Arbeitsabläufe programmierte er die ersten Plugins und Wartungsskripte, damals noch firmenintern.

Weil das Content Management System von OpenText nur auf einzelne RQL-Befehle reagiert, wurde eine Schnittstelle notwendig, die ebendiese Befehle zusammenfasst und nacheinander ausführt. So ist nur noch ein Aufruf notwendig, der früher zahlreiche Schritte erforderlich gemacht hätte. Dank jRQL werden beispielsweise umfangreiche Datenabfragen, Importe und Exporte sowie die unkomplizierte Erstellung neuer Website-Inhalte möglich.

2010 wurden die Ergebnisse von Frank Lejas Arbeit auf dem offiziellen jRQL Blog öffentlich zugänglich gemacht und seitdem von verschiedenen Webentwicklern kontinuierlich optimiert und erweitert. Auch unsere Kollegen aus der OpenText-Integration entwickeln seit einigen Jahren mit jRQL und erweitern diese öffentliche Bibliothek um die neuen Möglichkeiten des Management Servers. Dank dieser stetigen Entwicklung lassen sich mittlerweile ein Großteil der denkbaren Anwendungsfälle mit jRQL abbilden und verhältnismäßig einfach integrieren.

Wie funktioniert jRQL?

Der Management Server kann über einen XML-Dialekt, genannt RQL, gesteuert werden. Weite Teile der Funktionen des Management Servers stehen über RQL zur eigenen Verwendung zur Verfügung. RQL ist allerdings nur der Befehlssatz, die Intelligenz muss in Form einer separaten Programmiersprache wie C# oder Java programmiert werden. Da RQL nur einzelne Befehle kennt, ergeben sich lange und unübersichtliche Programme.

Hier kommt jRQL ins Spiel: Die Schnittstelle erweitert die Java-Programmiersprache um einen objektorientierten Zugriff auf den Management Server und kapselt Befehlsketten in einzelne Methoden. Somit wird die Programmierung des CMS von OpenText auch für Java-Spezialisten zugänglich, ohne dass sie sich umständlich die RQL-Befehle aneignen müssen. Zudem wird die Entwicklungsgeschwindigkeit beschleunigt und der Quellcode bleibt übersichtlich.

Der Zugriff von jRQL auf den Management Server findet über den offiziellen RQL-Web-Service statt, sodass jRQL ein zukunftssicheres Werkzeug darstellt. Mit jRQL entwickelte Plugins und Applikationen können durch die Verwendung des Web Services außerdem dezentral entwickelt und betrieben werden und benötigen nur einen Web-Zugriff auf den Management Server. Die Ausführung des Java-Codes direkt aus der Entwicklungsumgebung des Java-Entwicklers ist möglich.

So sieht die konkrete Umsetzung aus

Der folgende Quellcode stellt eine typische Administrationstätigkeit in der Template-Entwicklung dar, die durch jRQL deutlich vereinfacht wird: Die Ermittlung aller Klassen-Elemente aller Content-Klassen, welche redaktionell im Formular bearbeitet werden dürfen. In der grafischen Benutzeroberfläche wären hierzu hunderte einzelner Dialoge und Mausklicks erforderlich.

Beispielhafter jRQL-Quellcode
Ein Beispiel aus der Entwicklung: So sieht der Quellcode am Ende aus.

Fazit: Ein Plus für Anwender und Entwickler

Aus Sicht der Programmierer ist eindeutig, an wen sich jRQL richtet: Java-Entwickler, die für den OpenText Management Server programmieren. Sie können bei ihrer gewohnten Programmiersprache bleiben, etablierte Arbeitsinstrumente weiterverwenden und gezielt neue Funktionen entwickeln oder integrieren. Doch auch wenn man den Blickwinkel wechselt und den Nutzen von jRQL für Anwender des OpenText Management Servers betrachtet, zeigen sich klare Vorteile. Die umfangreiche Bibliothek an Befehlen ermöglicht eine individuelle Optimierung der Arbeitsabläufe.

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