Problemfall Browser: Welche Anbieter und Versionen sind wirklich relevant?

Teaser Browsernutzung

Damit eine Website perfekt dargestellt wird und eine optimale Customer Experience bieten kann, ist nicht nur die technische Umsetzung entscheidend, sondern auch der eingesetzte Browser. Modernste Technologien von HTML5 bis CSS3 nützen nichts, wenn der (veraltete) Browser das ausgeklügelte Design wieder kaputt macht. Zur gezielten Optimierung für die wichtigsten Browsertypen und -versionen sind möglichst detaillierte Informationen über das Nutzungsverhalten Ihrer Zielgruppe unverzichtbar.

Die am häufigsten eingesetzten Browser Ihrer Stammnutzer lassen sich am besten mit Hilfe eines Webtrackings (z.B. Google Analytics) oder einer Logfile-Analyse ermitteln, die in aller Regel eine genaue Auswertung der verwendeten Browser Ihrer Website-Besucher ermöglichen.

Darüber hinaus lohnt sich ein Blick auf öffentliche Statistiken zur Browsernutzung, aufgeteilt nach Regionen. Bei der Bewertung dieser Zahlen ist zwar generell Vorsicht geboten, weil selten statistisch repräsentative Stichproben als Grundlage genutzt werden, dennoch lassen sich daran grundsätzliche Tendenzen ableiten, die eine wertvolle Basis für Entscheidungen zur technischen Umsetzung eines Webprojekts darstellen.

Die Verteilung der Browser in Deutschland

Wenn Sie mit Ihren Inhalten vorrangig deutsche Website-Nutzer ansprechen möchten, sollten Sie vor allem die Browser Firefox und Chrome im Blick behalten, die gemeinsam rund zwei Drittel des deutschen Marktes abdecken (Stand: 4.Quartal 2014). Der früher so erfolgreiche Internet Explorer verzeichnet mittlerweile nur noch einen Marktanteil in der Größenordnung von 10 bis 15 Prozent und verliert zunehmend an Bedeutung für das Webdesign.

Einzige Ausnahme: Wenn Sie eine spezielle Zielgruppe ansprechen, die hauptsächlich auf den Internet Explorer setzt, gilt diese genannte Einschränkung selbstverständlich nicht mehr. Beispielsweise sind in überraschend vielen Unternehmen noch sehr alte Browser im Einsatz.

Auch ein Langzeittrend der Browsernutzung gibt deutliche Hinweise, welche Browser zukunftsträchtig sind und eine entscheidende Rolle bei der Konzeption und technischen Umsetzung eines Webprojekts spielen sollten. Ein klares Wachstum zeichnet sich nach wie vor bei Googles Chrome ab, der seit seiner Einführung im Jahr 2008 schrittweise an Bedeutung gewonnen hat.

Dieses Wachstum ging zu einem beachtlichen Teil auf Kosten von Mozillas Firefox, der in der Anfangszeit von Google Chrome von mehr als der Hälfte der deutschen Internetnutzer verwendet wurde und mittlerweile deutlich geschrumpft ist. Allerdings zeigt sich auch, dass Firefox sich seit längerer Zeit konstant bei einem Marktanteil von 30 bis 40 Prozent halten kann und voraussichtlich auch in Zukunft für deutsche Internetnutzer eine wichtige Option ist. Gerade Internetnutzer, die viel Wert auf Datenschutz und Privatsphäre legen, stehen dem Google-Browser häufig skeptisch gegenüber.

Auf einen eindeutig absteigenden Ast ist hingegen der Internet Explorer, dessen Marktanteil seit vielen Jahren konstant sinkt. Ob es Microsoft gelingen wird, seinem mittlerweile sehr unbeliebten Browser wieder ein positives Image zu verleihen und den seit Jahren andauernden Abwärtstrend aufhalten oder gar ins Positive drehen kann, ist fraglich.

Browsernutzung in Deutschland
Welche Browser wurden im 4.Quartal 2014 von deutschen Internetnutzern am häufigsten verwendet? (Quelle: statista.de)

Die Verteilung der Browser in Europa

Auf europäischer Ebene ist Googles Chrome der unangefochtene Spitzenreiter mit rund einem Drittel Marktanteil - Tendenz steigend (Stand: Oktober 2014). Im Bereich von knapp 20 Prozent Marktanteil kämpfen Safari, Firefox und der Internet Explorer erbittert um den zweiten Rang, wobei sich abzeichnet, dass Apples Browser Safari wohl die besten Chancen hat. Firefox hingegen weist im Vergleich zu den deutschen Zahlen eindeutig schlechtere Zahlen auf, der Internet Explorer dagegen signifikant bessere.

Grundsätzlich sollten Webentwickler nach wie vor ein Augenmerk auf alle vier genannten Browser haben, um eine durchgängig positive Customer Experience zu gewährleisten. So wird nicht nur ein korrekt dargestelltes Design gewährleistet, sondern auch eine einwandfreie Funktionalität.

Browsernutzung in Europa
Welche Browser werden von den Europäern genutzt? (Quelle: atinternet.com)

Weltweite Browsernutzung: An Chrome führt kein Weg vorbei

Die weltweite Nutzerstatistik betont die Vormachtstellung von Chrome noch deutlicher als die Werte auf europäischer Ebene. Bereits 60 Prozent aller Internetnutzer vertrauen auf den Browser aus dem Hause Google, auch hier ist die Tendenz seit Jahren eindeutig steigend. Platz 2 geht auch bei der weltweiten Betrachtung an Firefox, der auf rund einem Viertel aller Computer im Einsatz ist. Dahinter folgt mit knapp 10 Prozent der Internet Explorer, der auch global seit Jahren mit Verlusten zu kämpfen hat.

Weltweite Browsernutzung
Welche Browser sind weltweit am häufigsten im Einsatz? (Quelle: w3schools.com)

Keine Angst vor alten Browserversionen wie dem Internet Explorer 8

Noch komplizierter wird die Website-Optimierung, wenn man auch die älteren Versionen der verschiedenen Browser berücksichtigen möchte. Würde man versuchen, alle denkbaren Fälle abzubilden, wird die Optimierung schnell zu einem Fass ohne Boden. Eine bewusste Fokussierung ist also unabdingbar.

Dabei sind die größten Sorgenkinder erfahrungsgemäß ältere Versionen des Internet Explorers, die noch in überraschend vielen Unternehmen verwendet werden, obwohl sie modern umgesetzte Websites nur unzureichend darstellen können. Handelt es sich dabei um den Internet Explorer 9, lässt sich die Optimierung noch vergleichsweise einfach umsetzen. Eine zufriedenstellende Darstellung mit dem Internet Explorer 8 kann hingegen nur durch recht hohen Aufwand erreicht werden.

Daher stellt sich die Frage, ob dieser Fokus auf den Internet Explorer 8 überhaupt noch lohnenswert ist. Gleich zwei Gründe sprechen dagegen: Zum einen ist der Internet Explorer generell nicht besonders weit verbreitet, folglich dürfte die alte Version einen noch geringeren Anteil am gesamten Browsermarkt haben. Darüber hinaus ist zu erwarten, dass auch Unternehmen, die zurzeit noch auf den Internet Explorer 8 setzen, in nicht allzu ferner Zukunft eine Aktualisierung vornehmen. Da Microsoft seit April 2014 keinen Support mehr für Windows XP und den vorrangig mit diesem Betriebssystem eingesetzten Internet Explorer 8 anbietet, dürfte vielen Unternehmen das Sicherheitsrisiko mittlerweile zu hoch sein.

Moderne Browser werden sich durchsetzen

Grundsätzlich gilt: Eine Fokussierung auf veraltete Browserversionen ist nur dann notwendig, wenn eine sehr spezielle Nutzergruppe angesprochen wird, die bewusst auf Updates verzichtet. Ist dies nicht der Fall, kann guten Gewissens auf moderne Technologien gesetzt werden, die aktuelle Browser für die optimale Darstellung benötigen.

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