Marketing Automation (Teil 2): Transaktionsmails sinnvoll nutzen

Teaser Marketing Automation 2

Transaktionsmails zählen zweifelsfrei zu den am stärksten unterschätzten Marketinginstrumenten. In vielen Fällen bestehen sie aus einem unpersönlichen Text ohne Gestaltung oder Zusatzinformationen. Doch wenn man sie geschickt nutzt, bieten Transaktionsmails eine Reihe von Möglichkeiten und Chancen für professionelles Marketing. Im zweiten Teil unser Marketing Automation-Reihe wollen wir Ihnen zeigen, welches Potential in Transaktionsmails steckt und wie sich die Umsetzung mit einer Marketing Automation Lösung erleichtern lässt.

Icon Oeffnungsrate und Klickrate

Ein Garant für hohe Öffnungs- und Klickraten

Transaktionsmails weisen statistische Werte auf, von denen Marketer bei anderen E-Mail-Typen nur träumen können. Wie eine Studie der US-Agentur Epsilon zeigt, machen Transaktionsmails zwar nur 3,8 Prozent aller versendeten E-Mails aus, glänzen aber mit einer Öffnungsrate von 54,1 Prozent und einer starken Click-Through-Rate von 11,1 Prozent. Schaut man sich die Gesamtheit der im kommerziellen Rahmen verschickten E-Mails an (persönlicher E-Mail Kontakt zählt nicht dazu), muss man sich mit einer Öffnungsrate von 32,9 Prozent und einer Click-Through-Rate von 4,3 Prozent zufrieden geben.

Die Gründe für diese Unterschiede sind schnell gefunden: Transaktionsmails werden grundsätzlich durch eine Handlung des Nutzers ausgelöst, etwa durch eine Bestellung oder eine Anfrage. Folglich wird die E-Mail grundsätzlich erwartet, seltener als störend und häufiger als relevant empfunden.

Icon Automatisierung

Mehr Erfolg dank automatisierter Transaktionsmails

Transaktionsmails sind untrennbar mit Marketing Automation verbunden. Selbst kleine Online-Unternehmen erreichen schnell einen Punkt, an dem die manuelle Beantwortung jeder einzelnen Anfrage schlicht ineffizient wäre. Dabei sollte die persönliche Ansprache der Kunden nicht unter den automatisierten Prozessen leiden. Vielmehr zeichnet sich eine gelungene Marketing Automation dadurch aus, dass sie hochpersonalisierte E-Mails versendet.

In vielen Fällen, etwa bei Bestellbestätigungen, sind zahlreiche Informationen über den Nutzer bekannt, die für eine Personalisierung genutzt werden können: Angefangen beim vollständigen Namen über den Wohnort bis hin zu den persönlichen Interessen (das Kaufverhalten lässt zumindest einige Schlussfolgerungen zu).

Auch wenn Transaktionsmails verschickt werden, ohne dass hilfreiche Informationen über den Nutzer vorliegen, sollten die genannten Vorteile dieses Mailtyps für weitere gezielte Marketing-Maßnahmen genutzt werden, beispielsweise durch zusätzliche Angebote oder Ratschläge für den Empfänger.

Ein weiterer Vorteil einer Marketing Automation für Transaktionsmails liegt auf der Hand: Nachdem Sie einmal entworfen und eingerichtet sind, reduziert sich der Pflegeaufwand auf ein absolutes Minimum. Lediglich gelegentliche Optimierungen und Aktualisierungen, z.B. beim Design, sind notwendig.

Darüber hinaus helfen moderne Marketing Automation Lösungen bei der Verwaltung und Auswertung der versendeten E-Mails. Da die Datenbasis, die Versanddaten und die daraus resultierenden statistischen Auswertungen im selben System gespeichert werden, ist keine umständliche Synchronisation verschiedener Programme notwendig. 

Beispiel: Personalisierte Bestellbestätigung

Der Nutzen einer Transaktionsmail zeigt sich am besten an einem konkreten Beispiel. Bleiben wir zuerst bei der bereits erwähnten Bestellbestätigung. Um Ihr Potenzial auszuschöpfen, sollten die Inhalte an verschiedenen Stellen personalisiert werden. Idealerweise sind die notwendigen Informationen über die Nutzer im selben System gespeichert, alternativ werden sie aus einem verknüpften CRM-System übernommen. Dabei bieten folgende Elemente die Gelegenheit zur Personalisierung:

  • Das Design: Grundsätzlich sollte es natürlich den Vorgaben des Corporate Designs entsprechen. Gewisse Anpassungen, etwa anhand des Geschlechts oder der gewählten Produktgruppe, sind aber durchaus möglich und sinnvoll.
  • Die Anrede: Ein absolutes Muss in jeder E-Mail. Niemand will mit "Sehr geehrte Damen und Herren" oder "Lieber Interessent" angesprochen werden.
  • Der Absender: Gibt es für spezielle Produktgruppen oder Unternehmensbereiche einen eigenen Ansprechpartner? Wenn ja, geben Sie Ihren Nachrichten das passende Gesicht. Wenn nein, dann seien Sie trotzdem persönlich und nennen Sie einen konkreten Mitarbeiter als Absender.
  • Zusätzliche Angebote: Zu jedem Produkt gibt es Zubehör. Nutzen Sie den Moment, in dem Ihr Kunde Interesse an Ihrem Unternehmen signalisiert hat, und bieten Sie ihm passende Zusatzleistungen an. Aber Vorsicht: Die rechtliche Lage ist in diesem Fall etwas schwierig. Grundsätzlich gilt: Werbung ist in Transaktionsmails verboten, der Hinweis auf "ähnliche" Produkte hingegen möglich. Die Grenze dazwischen ist leider nicht eindeutig zu bestimmen, entscheidend ist immer der Einzelfall.

Beispiel: Transaktionsmails rund um eine Veranstaltung

Mailingsstrecke bei einer Veranstaltung
Der typische Ablauf einer Mailingstrecke rund um eine Veranstaltung. Je näher der Termin rückt, desto zahlreicher werden E-Mails versendet.

Eine ideale Gelegenheit für eine Strecke von Transaktionsmails ergibt sich bei Buchungen, die sich auf einen bestimmten Zeitpunkt beziehen, etwa eine Konferenz oder eine Reise. Wie das Schaubild zeigt, können in aller Regel mindestens vier E-Mails versendet werden: eine Bestätigung nach der Buchung, ein etwas längerfristiges Erinnerungsschreiben, eine Erinnerung am Tag vor dem Ereignis sowie eine Dankeschön-E-Mail inklusive einer Bitte um Feedback kurz nach dem Ende der Veranstaltung bzw. Reise.

Nutzen Sie die ersten drei Mailings für zusätzliche Informationen und Angebote. Bei Fluggesellschaften werden beispielsweise gerne Hotels und Mietwagen beworben, bei Veranstaltungen Taxiunternehmen für die Anreise. Die abschließende E-Mail eignet sich hingegen für die Kundenbindung: Neben dem Dankeschön und eventuell einer Möglichkeit für ein Feedback kann mit einem Gutschein ein zusätzlicher Anreiz geboten werden, Ihren Service erneut zu nutzen.

Um für solch umfangreiche Mailings rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, bietet es sich in diesen Fällen an, ein Double Opt-in vor den Versand zu stellen. Hat Ihr Kunde eingewilligt, können Sie den Newsletter bedenkenlos durch werbende Elemente anreichern.

Transaktionsmails sind nur der Anfang ...

Teaser Checkliste Marketing Automation

Es gibt noch viele weitere Anwendungsfälle. Lassen Sie sich inspirieren und steigern Sie in wenigen Tagen Ihre Conversion Rate.

In unserer Checkliste erfahren Sie,

  • warum Triggermails unverzichtbar sind.
  • wie Abonnenten zu Kunden werden.
  • wie Ihr Unternehmen davon profitiert.

Jetzt mit der Marketing Automation starten

Alle Artikel der Marketing Automation-Reihe

Teil 1: Personalisierung leicht gemacht

Teil 2: Transaktionsmails sinnvoll nutzen

Teil 3: Kundenbindung dank Triggermails

Teil 4: Personalisierte Website und Realtime Targeting

Newsletter abonnieren

Die besten Tricks und Expertentipps für rundum erfolgreiche Webprojekte.

Folgen Sie uns ...

... und verpassen Sie nie wieder einen neuen Beitrag in unserem Blog.

Sie haben noch Fragen?

Dann kontaktieren Sie uns einfach und wir stehen sofort zur Verfügung.

Nachricht senden

×

Eine Nachricht senden...

Formular wird geladen ...

Tipps der Redaktion

Um-logo-teaser

Bieten Sie Ihren Kunden die perfekte Customer Experience

  • E-Mail-Marketing
  • Customer Interaction
  • Website-Personalisierung

Mehr Infos zur Software

×Schließen