Die wichtigsten Themen der dmexco 2016

Blog Bild dmexco 2016

Die Experten von Pinuts waren auf der dmexco in Köln. Die Veranstaltung – halb Messe und halb Konferenz – ist Europas größtes Event zum Thema digitale Wirtschaft. Wir fassen an dieser Stelle die wichtigsten Trends und Insights der vielen spannenden Vorträge und Diskussionsrunden für Sie zusammen.

Fast so viele Meinungen wie Besucher

Die Veranstaltung am 14. Und 15. September in Köln war überwältigend: riesige Messehallen mit mehr als 1.000 Ausstellern, über 50.000 Besucher und 570 Gastredner und Referenten. Es gab fast so viele Themen – und Meinungen – wie Menschen. Doch im Laufe der zwei vollen Tage ließen sich einige wiederkehrende Leitgedanken und Tendenzen ausmachen.

Die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten

Wie nicht anders zu erwarten, war das Thema Digitalisierung allgegenwärtig. Viele Referenten machten sich gar nicht mehr die Mühe, erklären zu wollen, warum diese Thematik nun ein für alle Mal ernst genommen werden muss.

Alle Quick Wins sind zwar noch nicht ausgeschöpft, doch grundsätzlich müssen Unternehmen sich an die neue digitale Realität gewöhnen, sagt Rik van der Kooi, Corporate VP, Microsoft Search Advertising. Auch wenn die Umstellung nicht einfach ist, so muss sie doch eingeplant werden.

Rik van der Kooi, Corporate Vice President, Microsoft Advertising, Microsoft, mit Townsend Feehan, IAB Europe, beim Gespräch "Intelligent Future of Search" auf der dmexco 2016

Echte Kundenbeziehungen brauchen multiple Kanäle

Die Verknüpfung von Online und Offline war genauso Thema wie die Verknüpfung von Desktop und Mobile, Content und Advertising, CRM und CXM. Eine echte und langfristige digitale Strategie sorgt sich nicht nur darum, welche Kanäle möglich sind, sondern wie sie effektiv einzusetzen sind und vor allem wie sie zusammenspielen.

In der intelligenten und wechselseitigen Verknüpfung von Kanälen liegt ungenutztes Potenzial, sagt Dirk Thomas, Head of Search & Media, DigitasLBi. Langfristige Marketing- und Vertriebsstrategien dürfen nicht nur „Pull“-orientiert sein, sich also auf gezogene Daten stützen, sondern müssen auch „pushen“, also Daten und Einsichten ins System zurückspielen.

Kommuniziert ein Kunde seine Beschwerde über ein CRM-System, also beispielsweise per E-Mail, Kontaktformular oder gar im Chat mit einem Bot – wie werden diese Informationen weiterverarbeitet? Solche Kanalintegrationen bieten sowohl Stolperfallen als auch unangetastete Möglichkeiten der Monetisierung.

Mehr Daten, oder doch Menschlichkeit und Kreativität?

Führt zu viel Automatisierung und Segmentierung zu einem Kreativitätsverlust? Unter Umständen ja, sagt Keith Jopling, Global Head of Strategic Intelligence, Spotify.

Daten, Kundensegmentierung und das automatisierte Ausspielen von Inhalten dürfen nicht der menschlichen Komponente – der Auswertung, der Kuratierung – beraubt werden.

Es geht immer auch um Interpretation und Kontext. Ohne diese Elemente des menschlichen Verständnisses gehen unvorsichtig automatisierte Prozesse schnell in ein Möbiusband der Vorhersehbarkeit über. Stattdessen müssen Daten  interpretiert und mit externen und frischen Impulsen verknüpft werden, um die Entstehung von bloßen Hallräumen zu vermeiden. Tim Armstrong, CEO von AOL, spricht von der Verknüpfung zwischen Daten und Kreativität.

David Klemm, Head of Acceptance Development, Mastercard und Martin Wild, CDO, Media-Saturn mit POS-Roboter Paul beim Vortrag "Connecting the Missing Links" auf der dmexco 2016

Datensammlung ist der Weg, nicht das Ziel

Ohne Daten geht es heutzutage nicht mehr, doch Daten allein reichen nicht aus.

Diese Ansicht vertraten viele Branchenakteure, von Sophie Blum, VP Brand Europe, P&G, über Jeremy Steinberg, Global Head of Sales, The Weather Company bis David Klemm. Head of Acceptance Development Germany, MasterCard.

Alle Daten sind wichtig, sagt Brian Sugar, Gründer und Geschäftsführer von Popsugar. Doch sie nur zu sammeln reicht nicht aus. Daten müssen zentral verwaltet und interpretiert werden. Aus Daten muss Wissen generiert werden.

Aus Realtime Targeting wird Prediction

Dieses Wissen kann und soll dazu führen, dass Marken nicht nur auf das Verhalten ihrer Konsumenten reagieren, sondern dieses aktiv vorhersagen und prädiktiv handeln.

Die Zeit des Regenschirm-verkaufens-wenn-es-anfängt-zu-regnen ist vorbei, sagt Paul Foster, Senior Director, Creative Content, Getty Images. In den letzten zehn Jahren wurden die Grundsteine gelegt, nun geht es um die kreative Anwendung. Mit modernen Algorithmen lassen sich personalisierte Prognosen treffen, welche den Konsumenten nicht langweilen, sondern überraschen und erfreuen können.

Seth Dellaire, VP, Global Advertising Sales, Amazon und Natanael Sijanta, Director Marketing Communications Mercedes-Benz Cars, Mercedes-Benz, beim Gespräch "The Mind Behind: Driving Marketing Intelligence" auf der dmexco 2016

Fazit

Das digitale Zeitalter ist gekommen. Konversion und Kundenbindung finden online statt und dank des Internet of Things werden auch Offline-Touchpoints zunehmend vernetzter. Doch Vorsicht vor der roboterhaften Automatisierung.

Die Kraft der Algorithmen muss intelligent und einfühlsam mit menschlicher Kreativität verknüpft werden. Nur so können die Prozesse der automatisierten Personalisierung für den Konsumenten auch wirklich wertvoll sein.

Wertvolle Experten-Insights

expertentalk dmexco 2016

Im Vorfeld der dmexco 2016 befragten wir Branchenexperten zu den aktuellen Trends der Online Marketingbranche. Jetzt die vollständigen Interviews lesen und wertvolle Insights zum Stand der Online Marketing Branche in Deutschland erlangen!

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