Flughafen München – Digitaler Reiseassistent

Beim Flughafen München hat man User Experience und den Servicegedanken hinter dem Hype-Thema Digitalisierung verstanden: Der neue digitale Reiseassistent weist Fluggästen den Weg von der Haustür bis zum Gate – Pinuts übernahm die Entwicklung.

Beim Flughafen München hat man den Trend Mobility as a Service (MaaS) erkannt und die Chance ergriffen, einen umfassenden digitalen Service für Flugreisende anzubieten:

 

Mit dem Reiseassistent haben Flugreisende die Möglichkeit, die Anreise zum Flughafen mit verschiedenen Verkehrsmitteln zu planen ohne dafür verschiedene Apps oder Websites konsultieren zu müssen, Preise zu vergleichen und Umsteige- oder Wartezeiten berücksichtigen zu müssen.

 

Der Reiseassistent nimmt diese Schritte ab und bietet zudem einen Routenplaner an, der Vergleichsrouten von der Haustür bis hin zum Gate anzeigt. Nichteinmal die Flugnummer müssen Reisende sich merken. Es genügt, das Reiseziel und sogar nur das ungefähre Datum im Hinterkopf zu haben. Mit der Funktion "Flugnummer ermitteln" klickt man sich einfach zum gewünschten Flug.

 

Pinuts war federführend an der Umsetzung des Services auf der Webseite des Flughafen München beteiligt. Sowohl Konzeption und Umsetzung des Look & Feel im Frontend als auch die zugrundeliegende Infrastruktur und Übergabe-Logiken lagen dabei in den Händen der Pinuts-Entwickler um Lisa-Maria Fuchs und Florian Wolff.

Das "Verhalten der Seite", wie es im Fachjargon genannt wird, beinhaltet neben der Generierung und Visualisierung der Routenvorschläge und Verkehrsmittel-Optionen u.a. die Interaktion mit dem Nutzer  bspw. über Fehlermeldungen, wenn ein gesuchter Flug in der Vergangenheit liegt, oder gewählte Routenoptionen zeitlich nicht mehr funktionieren können.

 

Die Positionierung der Icons für die Visualisierung der Routen-Optionen wurde in Abhängigkeit mit den Zeitspannen und Umsteigezeiten gestaltet: Der User kann so auf einen Blick die Verhältnismäßigkeiten der verschiedenen Routen einschätzen.

 

Alle Daten für den ÖPNV, die Taxen und CarSharing-Angebote werden über eine API vom Flughafen München an den Universal Messenger übergeben, der im Hintergrund für die Funktionalität der Schnittstellen sorgt.

 

Autocomplete: Mittlerweile fast banal, haben sich Website-User an diese Funktionalität schon lange gewöhnt und erkennen sie als Selbstverständlichkeit an. Es ist also eine Frage der User Experience, den Besuchern diesen gewohnten Service anzubieten. Beim Reiseassistent des Flughafen München basiert die Autocomplete-Funktion auf Daten von Google Places und Google Maps, beides über eine API des Flughafens bereitgestellt.

 

Die Flugsuche wurde durch ein Zusammenspiel des Universal Messenger und der Solr-Suche als Daten-Layer realisiert.

Um den Verbrauch von Datenvolumen gering zu halten, werden sämtliche Routenvorschläge sowie ihre jeweilige Visualisierung (Karte, Icons) im Browser gerendert.

 

Leicht zu übersehen, dennoch ein Highlight: Eine automatische Abfrage im Hintergrund rechnet die Prozesszeiten am Flughafen (Kofferkontrolle, Check-In etc.) mit ein und berücksichtigt diese für die Routenplanung. Reisende kommen also in jedem Fall pünktlich an.

 

Damit auch wirklich nichts schief gehen kann, sind sämtliche Fehler und Missverständnisse dem Reiseassistent schon bekannt: Abfragen für alle denkbaren Malheurs laufen im Hintergrund  dem User können keine falschen oder unplausiblen Eingaben unterlaufen. Liegt ein gesuchter Flug in der Vergangenheit, wird dem Nutzer dies mitgeteilt und eine plausible Alternative angeboten. Ist der Zeitraum für bestimmte Routenoptionen zu knapp, werden diese gar nicht erst angezeigt.

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Jan Moritz Müller, Innovations-Manager beim Flughafen München, lobt die Zusammenarbeit der verschiedenen Stakeholder bei diesem komplexen Projekt:

"Es ist nicht immer leicht zwischen Nutzeranforderung und technischen Details zu übersetzen. Das was am Ende herauskommt, zeigt einem schnell ob man sich verstanden hat oder nicht – im Falle des digitalen Reiseassistenten ist uns das gut gelungen!"

Im piKnowlede-Blog: Das vollständige Interview mit Jan Moritz Müller, Flughafen München

Fotos:
Flughafen München GmbH / Jan Moritz Müller

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