Die besten Argumente, warum eine Kommunikationsstrategie wichtig ist

Statistiken zur Kommunikationsstrategie

Die Möglichkeiten, eine Kommunikationsstrategie für den Online-Kundendialog zu entwickeln, sind zahlreich und grundsätzlich sehr individuell. Nichtsdestotrotz lassen sich einige Elemente und Themen identifizieren, die für alle Unternehmen relevant sind oder zumindest eine Option für die Kommunikationsstrategie darstellen sollten. Zu diesen insgesamt fünf Themenbereichen haben wir die wichtigsten Umfragen, Analysen und Statistiken gesammelt, um Unternehmen die Entscheidung für oder gegen einzelne Elemente zu erleichtern.

Themenbereich 1: Content Marketing

Content Marketing ist nach wie vor eines der wichtigsten Themen im Online-Marketing. Der einstige Trend und Geheimtipp ist längst fester Bestandteil im Marketing Mix vieler Unternehmen. Wie eine aktuelle Studie der Initiative Mittelstand zeigt, setzen bereits über 90 Prozent der deutschen Unternehmen auf das Marketing mit Inhalten, davon allerdings circa 40 Prozent ohne klare Kommunikationsstrategie. Um diesen Mangel zu beheben oder die konsequente Umsetzung gewährleisten zu können, setzen fast 80 Prozent der Unternehmen auf Hilfe von externen Dienstleistern, beispielsweise im Bereich der Konzeption oder Beratung.

Wie kommt es zu dieser starken Verbreitung? Auch hier sprechen die Zahlen für sich: So zeigt sich beispielsweise, dass Unternehmen, die aktiv einen Blog betreiben, nicht nur signifikant mehr Traffic erzeugen, sondern auch 97% mehr Leads generieren. Erweitert man den thematischen Blickwinkel und wirft einen Blick auf das Inbound Marketing insgesamt zeigt sich ebenfalls eine klare Steigerung der Anzahl gewonnener Leads. Im Vergleich zum klassischen Outbound Marketing kann die Zahl um 54 Prozent gesteigert werden. Kein Wunder also, dass die meisten Unternehmen beim Content Marketing auf die Leadgenerierung abzielen (70 Prozent im B2B-Geschäft, 48 Prozent im B2C-Geschäft).

Eine weitere Erklärung für den starken Fokus auf das Content Marketing als Bestandteil einer Kommunikationsstrategie sind die Nutzerpräferenzen. Die Content Marketing Agentur Content Plus fand heraus, dass rund 70 Prozent der Internetnutzer ein Unternehmen lieber über fachliche Artikel kennenlernen als über Werbebanner.

Themenbereich 2: E-Mail-Marketing

Um möglichst große Aufmerksamkeit für ihre Inhalte zu schaffen, setzen zahlreiche Unternehmen auf das klassische E-Mail-Marketing. Eine gute Entscheidung, wie McKinsey herausfand: einer vielbeachteten Studie zufolge ist der Versand von Newslettern 40-mal effektiver als die Nutzung von Social Media. Ermöglicht wird dies durch die hohe Bereitschaft, werbliche E-Mails zu öffnen: die durchschnittliche Öffnungsrate von Marketing-Newslettern liegt bei 32,9 Prozent, allerdings unter der Bedingung, dass die E-Mails zuvor abonniert wurden. Dies führt dazu, dass im Schnitt 13 Prozent der generierten Leads auf das E-Mail-Marketing zurückgeführt werden können.

Themenbereich 3: Social Media

Gibt es dennoch gute Gründe für Social Media als Teil der Kommunikationsstrategie? Argument Nummer 1 ist die enorme Reichweite: Facebook verzeichnet beispielsweise monatlich 1,35 Milliarden Nutzer, Twitter schafft es immerhin auf beachtliche 271 Millionen. Für 89 Prozent der Marketer ist es allerdings nach wie vor schwierig, den Return on Investment zuverlässig zu messen, wenngleich mehr als die Hälfte einen positiven Effekt des Social Media Marketings auf die vertrieblichen Aktivitäten sieht. Auf Basis einer fundierten Konzeption bietet Soical Media also große Chancen für Unternehmen im B2B und B2C.

Themenbereich 4: Inhaltliche Personalisierung

Ob Newsletter, Social Media oder auf der eigenen Website: Für alle Bereiche wird zu umfassender inhaltlicher Personalisierung und einem möglichst individuellen Kundendialog geraten. Aus gutem Grund wie zahlreiche Erfolgsgeschichten zeigen. Beispielsweise steigerte der Onlinehändler rebuy die Conversion Rate seiner E-Mails um 18 Prozent, indem sie ihre Newsletter stärker personalisierten und entsprechend passendere Angebote unterbreiten konnten.

Auf Websites zeigt sich die Wirkung von personalisierten Inhalten besonders schön am Beispiel einer Landing Page: Dort lassen sich Umsatzsteigerungen von bis zu 15 Prozent erreichen, wenn sich die Inhalte dynamisch an den Nutzer anpassen, beispielsweise anhand des Referrers.

Themenbereich 5: Multi Channel und Cross Device

Die Kür für einen umfassenden Kundendialog ist die Bereitstellung von Informationen für alle Kanäle und auf allen Geräten, wobei die größte Herausforderung in der Regel die Optimierung für mobile Geräte wie Smartphones und Tablets ist. In der deutschen Industriebranche bieten beispielsweise nur 30 Prozent der Unternehmen eine separate mobile Website oder eine Website im Responsive Design. Dabei sprechen die Statistiken zur mobilen Internetnutzung eine klare Sprache: Laut Onlinestudie von ARD und ZDF ging 2014 die Hälfte der Deutschen mit einem mobilen Gerät online, bei den Befragten im Alter von 14 bis 40 lag der Anteil noch deutlich höher. Es besteht also noch eine Menge Nachholbedarf im Bereich des Responsive Webdesigns.

Sehr wichtig ist die mobile Optimierung übrigens auch für das E-Mail-Marketing. Die E-Mail-Experten von Litmus haben herausgefunden, dass rund die Hälfte aller E-Mails auf dem Smartphone oder Tablet geöffnet wird. In einem A/B-Test der amerikanischen Online-Agentur act-on zeigte sich zudem, dass die Klickrate bei responsiven Newslettern im Vergleich zu nicht optimierten E-Mails signifikant höher ist. Im konkreten Beispiel wurde eine Steigerung um 130 Prozent festgestellt.

Fazit: Die Entscheidung bleibt individuell

Grundsätzlich gibt es für nahezu jeden Bereich einer Kommunikationsstrategie gute Gründe, die sich statistisch belegen lassen. Im individuellen Fall hängt die Entscheidung für oder gegen eine konkrete Maßnahme hingegen von vielen zusätzlichen Faktoren ab. Während B2C Unternehmen beispielsweise oft auf Facebook oder Instagram setzen, sollten sich Firmen im B2B-Geschäft eher auf professionelle Business-Plattformen wie Xing oder LinkedIn konzentrieren.

Um diese feinen, aber sehr wichtigen Unterschiede herauszuarbeiten, bedarf es einer umfassenden Konzeption und Beratung, an deren Ende eine ganzheitliche Kommunikationsstrategie stehen muss. Nur wenn die einzelnen Elemente ineinander greifen, entsteht ein Kundendialog, der nicht nur die Unternehmensziele fördert, sondern auch den Empfängern eine optimalen Service und eine zufriedenstellende Customer Experience bietet.

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